[Rezension] Alles, was ich will



Vikki Wakefield
Alles, was ich will
Bloomsbury Verlag
8,99
ISBN 978-38333-5098-6
1. Auflage 8. Oktober 2012
237 Seiten
Broschur
Verlagsseite









Mim will raus aus dem Sumpf, der sie umgibt, aber sie wird auf eine harte Probe gestellt. Nicht nur, dass ihre Mutter sie in die Drogengeschäfte zieht und sie als Kurier herhalten muss, die gefährliche Ware wird ihr auch noch von dem gutaussehenden Jordan entrissen. Das darf ihre Mutter niemals erfahren! Für Mim beginnt eine wilde Jagd nach dem Paket und eine Flucht vor alldem, was sie niemals werden wollte. Schafft sie es, sich an ihre eigenen Regeln zu halten?(Quelle)

Die Stufen sind komplett vollgeschrieben, alles von mir. Ich werde die Schule beenden. Ich werde keine Drogen nehmen. Ich werde mir keine Tattoos machen lassen. Ich werde keinen Alkohol trinken. Ich werde nicht ständig »Fuck« sagen. Ich werde keinen Sex haben, bis ich achtzehn bin. Ich will nicht so werden wie alle anderen. Ich vertraue nur mir selbst. Eines Tages werde ich diesen Ort verlassen und nie mehr zurückkehren. Und vor allem: Ich will nicht so werden wie meine Mutter. 
S. 36


Dieses Buch habe ich mir für The Contemporary YA Challenge zugelegt. Ich fand das Cover ganz interessant und der Inhalt klang auch ganz gut, also habe ich es spontan mitgenommen.

Die Hauptperson Mim ist wohl ein typischer Teenager, sie ist mitten im Erwachsenwerden und kämpft mit den Tücken dieses Lebensabschnitts. Sie ist auf der Suche nach einem neuen Leben, denn ihrem alten Leben möchte sie um jeden Preis entkommen. Sie ist in einem Problemviertel aufgewachsen, ihre Brüder sind als Kriminelle tätig und sitzen gerade im Gefängnis.
Mim hat das Ziel, dieses Viertel hinter sich zu lassen, anders als die anderen Teenager in ihrer Umgebung. Daher hat sie sich Regeln festgelegt, um sich abzugrenzen und so einen neuen Weg zu finden.

Dieses Buch beschäftigt sich mit einer wichtigen Episode in Mims Leben, denn durch den Diebstahl des Pakets wird sie sich sehr verändern, neue Freunde finden und sich außerdem die Frage stellen müssen, ob ihre Regeln und Ziele so überhaupt umsetzbar sind.

Ich muss zugeben, dass ich von dem ganzen Buch nur bedingt begeistert bin. Irgendwie erschien mir alles zu flach, etwas zu eindimensional und besonders das Ende hat mich diesbezüglich eher unbefriedigt zurückgelassen.
Letztendlich muss man im Verlauf des Buches feststellen, dass Mim scheinbar a) einen extrem verschobenen Blickwinkel hat (typisch Teenager) und dass b) alle anderen Dinge, die eigentlich wirklich negativ sind, am Ende ins Positive gedreht werden. Ohne Mims Zutun ändert sich ihr Blickwinkel, weil die Menschen auf sie zugehen und plötzlich wird alles superduper. Hm.

Es ist nicht so, dass das Buch total schlecht ist, man kann es durchaus lesen, aber mich hat es nicht begeistert und einige Stellen, besonders das Ende, haben mich sehr gestört. Es gibt aber auch durchaus positive Dinge, ein paar Szenen und Charaktere sind wirklich schön herausgearbeitet.
Der Schreibstil ist solide, wenn auch nichts Besonderes. Ich denke, es gibt bessere Jugendbücher auf dem Markt, die ein wenig tiefgründiger sind.

Mir ist das nach rennen zumute, aber ich tu's nicht. Ich gehe, denn in unserer Straße weiß jeder, was der andere tut. Irgendwem wird auffallen, dass ich hin geradelt und zurück gegangen bin. Über Zäune hinweg und durch Schlüssellöcher hindurch kann dir das, was du tust, per stiller Post vorauseilen und schneller zu Hause sein als du selbst - sogar wenn du rennst.
S. 12

Ein Jugendbuch ohne besondere herausstechende Merkmale. Kein miserables Leseerlebnis, aber auch keines, das man weiterempfehlen muss. Der Handlungsverlauf, speziell das Ende, hat mich nicht überzeugt.

Idee: 3/5
Handlung: 2/5
Charaktere: 4/5
Schreibstil: 3/5
Lesespaß: 3/5

Gesamt:
  

Kommentare:

  1. Ich hab eben gesehen, dass du mich in deinem Blogroll hast. Vielen Dank!! <3
    Liebe Grüße,
    Lyrica

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    1. Oh, gerne. Ich mag deinen Blog sehr. :D

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    2. Und um das noch näher auszuführen (der kurze Kommentar entstand in morgendlicher Eile):
      Ich finde es toll, dass du auch mal Klassiker und für die Blogosphäre hier ungewöhnliche Bücher rezensierst. Das ist echt immer einen Blick wert. :)

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    3. Oh..die morgendliche Eile...die kenn ich gut genug. Lieber nochmal ne Runde snoozen, statt in die Puschen zu kommen :D
      Dankeschön! :D das freut mich total, dass du das sagst (ich sitz hier grad wie son Honigkuchenpferd). Dann weiß ich ja, dass die Mühe sich hier lohnt :)
      Liebe Grüße,
      Lyrica <3

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    4. Jaa, ich stehe schon immer extra früh auf, um morgens eine Blogrunde drehen zu können, aber manchmal wird die Zeit dann doch knapp.
      Auf jeden Fall lohnt sie sich! :D

      Viele Grüße
      Miyann

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    5. Ich nutz immer diese leidigen 15min, bevor ein Seminar anfängt und surf nochmal aufm Handy schnell bei Bloglovin durch^^ aber meist les ich die Posts dann auch zu Hause, weil das aufm Handy bisschen umständlich ist^^
      Aber schrecklich, wie süchtig man ist, oder? :D
      Danke <3
      Liebe Grüße,
      Lyrica

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  2. Zur Zeit lese ich auch dieses Buch,was mir besonders aufgefallen ist auf der Rückseite steht 'Dieses Buch hat keine Fehler' und ich habe schon mehr als 4 auffällige Fehler entdeckt wie 'Ein Typ er wie er...'.Also ich finde das Buch bisher auch nur solala ... :I

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