[Hörbuch] Wassermanns Zorn



Andreas Winkelmann
Wassermanns Zorn
Gelesen von Simon Jäger
Argon Verlag
CD: 19,95 € / Download:15,95 €
ISBN 978-3-8398-1188-7
23. August 2012
6 Stunden 46 Minuten
6 CDs

Inhalt


In dunklen Gewässern lauert das Grauen ...

Eingekeilt zwischen Baumwurzeln und Treibgut liegt im seichten Teil des Sees eine Frauenleiche – ertränkt. Gleich an ihrem ersten Tag im Morddezernat muss sich Manuela Sperling mit dieser toten Prostituierten und einer irritierenden Spurenlage befassen: Das Wasser in der Lunge des Mordopfers stammt nicht aus dem See, und auf dem Bauch der toten Frau prangt eine grausige Botschaft – ausgerechnet an Manuelas Chef, Kriminalhauptkommissar Eric Stiffler. Bald steht Manuela mit ihrem Eifer im Präsidium allein da, nur Kollege Peter Nielsen ist auf ihrer Seite. Da ertrinkt erneut eine junge Frau im See, direkt vor Manuelas Augen. Und ihr Chef dreht durch ... (Quelle)

Meine Meinung


Schon lange habe ich kein Hörbuch mehr gehört und es war auch ein reiner Zufall, dass ich dazu gekommen bin. Da ich Spotify-Abonnent bin, habe ich auch Zugriff auf einige Hörbücher und Wassermanns Zorn ist eines davon. So etwas muss man doch ausnutzen!
Simon Jäger gefiel mir als Sprecher wirklich sehr sehr gut, eine angenehme Stimme, toll erzählt. Doch leider konnte er nicht richtig über die mangelhafte Story und die unsympathischen Hauptcharaktere hinweghelfen.

Die Charaktere waren allesamt sehr klischeelastig und flach. Bis auf Frank, den Taxifahrer, war mir niemand von ihnen sympathisch, selbst Manuela Sperling nervte mich, obwohl sie sicher als Sympathieträgerin gedacht war. Aber wir haben den unsympathischen und heruntergekommenen Ermittlungsleiter, der sich in den Alkohol flüchtet, die motivierte Neue, die mit Feuereifer dabei ist, den Polizeichef, der mit Vorsicht zu genießen ist; alles Charaktere, wie man sie schon kennt. Hier fehlten mir auch Ecken und Kanten, die den einzelnen Personen Leben eingehaucht hätten.
Die Perspektive des Wassermanns hat mir dagegen ganz gut gefallen, auch wenn sie am Ende nicht den Mehrwert für die Handlung bot, den ich erwartet hatte. Womit wir bei der Handlung wären.

Der ganze Kriminalfall startete sehr spannend mit einem Anruf des Wassermanns (toll gesprochen!) bei Eric Stiffler und dem anschließenden Auffinden der Leiche. Doch dann flaute die aufkommende Spannung schnell wieder ab und der Fall plätscherte so vor sich hin. Der Perspektivenwechsel zu Lavinia und Frank bot zwischendurch eine nette Abwechslung, aber dennoch konnte mich das alles nicht ganz packen. Die anschließende Lösung des Falls hat mich nicht überzeugt, auch wenn der Showdown noch einmal eine kleine Überraschung bot. Die Motive des Wassermanns wirkten für mich leider nicht ganz nachvollziehbar.

Der Schreibstil war gut, wenn auch nicht so mitreißend, wie er vielleicht hätte sein können. Stellenweise waren einige ganz schöne Metaphern enthalten, aber sonst war es eher "Standard". Die Dialoge gefielen mir dafür recht gut, wirkten sehr authentisch.
Was mir außerdem noch im Hörbuch fehlte, waren klarere Kennzeichnungen der Perspektivenwechsel. Teilweise konnte ich die neuen Abschnitte nur schwer Personen zuordnen, das sorgte stellenweise für einige Verwirrung.

Fazit


Ein toll gesprochenes Hörbuch mit einem schwachen Inhalt, der mich leider nicht ganz überzeugen konnte. Besonders die klischeehaften Charaktere haben mich gestört. Nicht mein Krimi.

  

1 Kommentar:

  1. Hallo Miyann,

    Augenscheinlich hast du deinen Blog aufgegeben! In diesem Sinne wünsche ich dir weiterhin viel Erfolg im Leben und vielleicht liest man sich ja irgendwo, irgendwann nochmal. Ich mochte deinen Blog (& dein Design) immer sehr gerne :)

    Alles Liebe,
    Sandra

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